Bastian Buchtaleck

Die Ausweitung der eigenen Sichtbarkeit ist zum allgemeinen Gebot geworden

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Start Autor Lyrik Kurzes
Kurzes

auto(matik)tod

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Kurztext

Dieser Mensch, dem ich dieses eine Letzte antue, muss wissen, dass er an meinem Tod keine Schuld trägt. Er hätte nicht schneller reagieren, langsamer fahren oder früher bremsen können. Ich wähle den Ort und den Zeitpunkt, die Karambolage ist für ihn ebenso überraschend wie unvermeidlich. Er hätte auch nicht das Lenkrad im letzten Moment herumreißen können, um so den Aufprall zu mildern. Ich weiß, wie ich springen muss (vor allem: springen, nicht laufen) und ich weiß, welche Teile des Wagens welche Teile des menschlichen Körper treffen müssen. Keine Wahrscheinlichkeit, totale Sicherheit.

 

Die Kunst der guten Entscheidung

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Den Text Die Kunst der guten Entscheidung habe ich als Reaktion und Ergänzung auf den – wie ich finde – sehr gelungenen Artikel Das Geheimnis der guten Wahl von Harald Willenbrock in dem Magazin Geo (08/2008) geschrieben.

Zum vollständigen Text [PDF]

 

Berlin - wie wild ist diese Stadt wirklich?

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Berlin ist eine extreme und eine vielfältige Stadt. In dem folgenden Text beschreibe ich, was in Berlin nachts möglicherweise erlebbar ist. Ich entschuldige mich für den blöden Titel, vielleicht weiß jemand einen Besseren.

Neulich Nachts [PDF]

 

Kleiner Gruß zum Neuen

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10er und oder 30

Es waren die 50er Jahre, als meine Großeltern 30 Jahre alt wurden. Damals war das noch so etwas wie ein halbes Leben.

Es waren die 80er Jahre, als meine Eltern 30 Jahre alt wurden. Damals war ich schon auf der Welt.

Es sind nun die 10er Jahre des neuen Jahrtausends. 30 Jahre sind nichts, bloß zehn Jahre nach der Pubertät, die Ausläufer der Jugendlichkeit. Jungerwachsensein vielleicht. Zeit zeigt sich nur im Haar- und Bauchansatz.

Die 50er waren die Wirtschaftswunderjahre, nachdem man den Karren ordentlich in den Dreck gesetzt hatte. In den 80ern stand die Welt ebenso nah am Abgrund, wie sie es aktuell tut. In den 80ern konnte man den Untergang aufschieben. Heute haben wir die Möglichkeit, stärkere Sonnencremes zu erfinden oder Hüte zu tragen. Andere sollten Schwimmen lernen.

Vor uns liegt nicht nur ein neues Jahr, sondern ein neues Jahrzehnt. Vielleicht die Möglichkeit, endlich neue, viel belächelte gute Vorsätze zu fassen. Zum Beispiel: Gute Vorsätze nicht mehr belächeln. Klar, postmodern weiß ich, wie marode gute Vorsätze und dass sie meist morsch bevor sie zu Ende gedacht sind. Postmodern weiß ich auch, wie wenig Halt postmodernes Denken bietet.

Guter Vorsatz No.1: Nur noch postmodern denken, wo es gut tut!
Guter Vorsatz No.2: Auch die große Form achten!
Guter Vorsatz No.3:
Mit dem Rauchen aufhören und damit, andere vollzurauchen (denn Nichtraucher mögen das meist nicht)
Guter Vorsatz No.4
: Der großen Politik zeigen wie Klimaschutz im Kleinen funktionieren kann
Guter Vorsatz No.5:
Generationen- und Gesellschaftschichtenübergreifend freundlich sein
Guter Vorsatz No.6: Keine manifestnahen Texte schreiben!
Guter Vorsatz No.7:
Gute Vorsätze auch dann noch ernst nehmen, wenn man sie längst unhaltbar sind.

In diesem Sinne wünsche ich einen guten Rutsch und ein fertiles neues Jahr(zehnt)!

Hier ist der Text zum Runderladen

 



Foto: Till Wörfel

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