Bastian Buchtaleck

Die Ausweitung der eigenen Sichtbarkeit ist zum allgemeinen Gebot geworden

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60. Geburtstag von Thomas Hürlimann

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Thomas HürlimannAm 21. Dezember 2010 wurde der Schweizer Autor Thomas Hürlimann 60 Jahre alt. Seine literarischen und dramatischen Werke waren für mich Grund genug, für das Titel Kulturmagazin einen kurzen Artikel zu seinem 60. Geburtstag zu verfassen. Zuvor hatte ich schon im selbsen Magazin eine Kritik zu dem Film "Der große Kater" veröffentlicht, der auf dem gleichnamigen Roman Hürlimanns basiert.

Weiterführende Links:

 

Geisteswissenschaftler zu Berufseinsteigern

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Bericht über das Fortbildungsprogramm Buch- und Medienpraxis in Frankfurt am Main (gemeinsam mit Nikita Mathias und Lisa Brück geschrieben)

Sie sind verschrieen als „brotlose Künste“, als Ausbildungsstätten für Taxifahrer; die Frage „Und was macht man damit?“ haftet an ihnen wie Pech. Kein Zweifel: die Geisteswissenschaften genießen nicht gerade den Ruf, ihre Studenten besonders praxisnah und berufsorientiert auszubilden. Hier setzt das zweisemestrige Fortbildungsprogramm Buch- und Medienpraxis der Goethe Universität Frankfurt an.

Zum vollständigen Bericht bei Buch-PR

 

Eröffnung der Zentralbibliothek der HU-Berlin

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Zentraler Lesesaal ist das Herz des Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrums

Schon die Gründer der Humboldt-Universität zu Berlin wollten zweierlei: Erstens eine moderne Universität schaffen, die offen für die Gesellschaft ist und auf diese zurückwirkt. Und zweitens die Einheit der Wissenschaften. Mit der neuen Zentralbibliothek, dem Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum, wurde nun beides erreicht. Genau darum sieht der Präsident der Humboldt-Universität Prof. Dr. Christoph Markschies in dem imposanten Bibliotheksneubau den Geist seiner Universität repräsentiert. „Es ist eine Bibliothek, die die 200-jährige Geschichte der Humboldt-Universität sichtbar macht“, lobt er.Markschies betont, der 75 Millionen Euro teure Neubau sei die „Wiederauferstehung einer großen Bibliothek, die aus vielen Teilen zusammen gesetzt wird“. Tatsächlich vereint die neue Zentralbibliothek jene zwölf Zweig- und Teilbibliotheken, die bisher in der Stadt verstreut waren. Deren gemeinsamen Bestände ergeben mit mehr als zwei Millionen frei zugänglichen Medien die größte zusammenhängende Freihandaufstellung Deutschlands.

Dem Schweizer Architekten Prof. Max Dudler zufolge soll das Gebäude dem besonderen Standort zwischen Friedrichstraße und Museumsinsel als eine lebendige Bibliothek gerecht werden. Dudler hatte sich in einem 2004 ausgeschriebenen Wettbewerb mit seinem Entwurf gegen mehr als 270 Konkurrenten durchgesetzt. Im Vordergrund steht für den gefragten Architekten, dass der Neubau ästhetisch, funktional und wirtschaftlich auch in 100 Jahren noch als aktuell empfunden wird – eine Form des nachhaltigen Bauens, die gerade ab den fünfziger Jahren vernachlässigt wurde. Für dieses Ziel wurde die klassizistische Fassade zu etwa gleichen Teilen mit Jura-Marmor und Glas verkleidet. Zudem überragt das öffentliche Gebäude mit seinen 35 Metern bewusst weitere Bauwerke der näheren Umgebung. Die beiden dominierenden Materialien, der helle Kalkstein und das etwas dunklere Holz, ergänzen sich auch im Inneren wunderbar mit dem dritten Material: den Büchern – selbst wenn viele der Regale noch nicht eingeräumt sind.

Terrassierter Lesesaal ist das Herz der Bibliothek

Das Herz der Bibliothek aber ist der große terrassierte Lesesaal mit mehr als 500 Arbeitsplätzen. In der Mitte des Gebäudes gelegen, ist er so konstruiert, dass man einmal durch ihn hindurch von der Friedrichstraße bis zur Museumsinsel blicken könnte. Wer die v-förmige Terrassierung noch nicht gesehen hat, kann sich kaum eine Vorstellung von der stillen Anmut machen, die diese Stillarbeitsplätze schon jetzt ausstrahlen. Durch die räumliche Abstufung der Plattformen, bleiben die Wege zu den jeweils passenden Freihandbeständen erfreulich kurz. Zudem wurde für bessere Arbeitsbedingungen die Akustik absichtlich verschlechtert und direkte Sonneneinstrahlung weitestgehend vermieden. Zusätzlich sind Einzel- und Gruppenarbeitsräume vorhanden. Insgesamt kommt die neue Bibliothek somit auf mehr als 1200 Arbeitsplätze. Für Markschies sind diese wirklich notwendig, denn „ich bin der felsenfesten Überzeugung, das Buch wird neben der Digitalisierung bestehen.“

Etwa 80000 Neuanschaffungen jedes Jahr

Auch der Leiter der Universitätsbibliothek Dr. Milan Bulaty sieht die neue Bibliothek ganz im Geiste der Humboldt-Universität errichtet. Die Freiheit der Bildung ist gleich in mehreren Punkten garantiert: Der ideale Standort, lange Öffnungszeiten, die auch das Wochenende umfassen und der jederzeit frei zugängliche Freihandbereich tragen genauso dazu bei, wie der völlige Verzicht auf Nutzergebühren. Zumindest gebe es aktuell keine Planungen in diese Richtung. Die Universität als solche werde von der Öffentlichkeit finanziert und für diese wolle man auch offen sein. Außerdem habe nicht nur der Neubau viel Geld gekostet. Jedes Jahr stünden alleine den Bibliotheken der Humboldt-Universität beinahe drei Millionen Euro für etwa 80000 Neuanschaffungen zur Verfügung, so Bulaty.

Die Verantwortlichen haben sich ein hohes Ziel gesetzt. Das Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum soll nicht nur eine Bibliothek sein, sondern ein modernes Informations- und Kommunikationszentrum. Ein Auditorium mit 180 Plätzen, das drahtlose Internet, der Eltern-Kind-Bereich oder die Cafeteria im Foyer sind Ausdruck dieses Selbstverständnisses. Den normalen Betrieb nimmt die Bibliothek mit Beginn des kommenden Wintersemesters am 12. Oktober auf. Am 19. November folgt dann die feierliche Eröffnung mit Festakt und einem Tag der offenen Tür. Dies ist dann auch der Auftakt zu den Veranstaltungen zum 200. Geburtstag der Humboldt-Universität zu Berlin. Die Generalprobe mit dem Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum ist auf jeden Fall geglückt.

Der Artikel zum Herunterladen [PDF]

 



Foto: Till Wörfel

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