Bastian Buchtaleck

Die Ausweitung der eigenen Sichtbarkeit ist zum allgemeinen Gebot geworden

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Theaterkritik

Der nackte Wahnsinn

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Was im Theater hinter der Bühne abläuft, ist – so könnte man sagen – „der nackte Wahnsinn“. Und genau diesen bringt das Stadttheater Gießen mit der gleichnamigen Komödie des britischen Autors Michael Frayn im Großen Haus zur Aufführung.

Im ersten Akt geht es um die Generalprobe einer wenig talentierten Schauspieltruppe, bei der fast alles schief geht und die immer wieder aus den verschiedensten Gründen unterbrochen wird. Darum unterbricht der Regissuer des Stücks im Stück „Nothing On“ mehrfach und lässt weite Teile wiederholen. Im zweiten Akt wird die Kulisse gedreht und der Zuschauer betrachtet das Geschehen, welches sich hinter der Bühne abspielt. Seit 14 Tagen quält sich die Truppe durch Provinztheater
und verstrickt sich immer tiefer in die im ersten Akt angedeuteten privaten Verflechtungen. Natürlich leidet darunter das einstudierte Stück. Im dritten Akt schließlich sind Schauspieler wie Bühnenbild völlig aus der Fassung. Die Querelen haben ihre Spuren hinterlassen. Das Schauspiel ist fahrig, Text wird vergessen und das Private mit auf die Bühne gebracht.

 

Der Heidelberger Stückemarkt '09

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Der Heidelberger Stückemarkt ist vorbei, die aufführenden Theater und die aufgeführten Jungdramatiker haben ihre Muskeln spielen lassen.

Ich habe mit "Die Gemeinsamkeiten des Philipp Löhle" versucht, einen kleinen Querschnitt seiner Werkschau zu ziehen. Denn neben "Morgen ist auch noch ein Tag" sind von Löhle noch "Genannt Gospodin" und "Lilly Link oder schwere Zeiten für die Rev..." zur Aufführung gekommen.

Zudem habe ich eine Kritik zu dem ungewöhnlichen Tanztheater "Mütter. Väter. Kinder" von "pvc" in Zusammenarbeit mit Sebastian Nübling geschrieben und auch über das neue Projekt der Theatergruppe Ligna: Die Theatergruppe “Ligna” spielt mit dem Stück “Der neue Mensch” die alte Leier des Neuen und alle tanzen mit. Der Zuschauer erhält Anweisungen über einen kleinen Kopfhörer, wird somit Teilnehmer einer Performance mit “vier Übungen in utopischen Bewegungen”.

Wie diese Übungen angekommen sind und was sie möglicherweise bezwecken sollten, kann in der vollständigen Rezension nachgelesen werden.

 



Foto: Till Wörfel

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