Was im Theater hinter der Bühne abläuft, ist – so könnte man sagen – „der nackte Wahnsinn“. Und genau diesen bringt das Stadttheater Gießen mit der gleichnamigen Komödie des britischen Autors Michael Frayn im Großen Haus zur Aufführung.
Im ersten Akt geht es um die Generalprobe einer wenig talentierten Schauspieltruppe, bei der fast alles schief geht und die immer wieder aus den verschiedensten Gründen unterbrochen wird. Darum unterbricht der Regissuer des Stücks im Stück „Nothing On“ mehrfach und lässt weite Teile wiederholen. Im zweiten Akt wird die Kulisse gedreht und der Zuschauer betrachtet das Geschehen, welches sich hinter der Bühne abspielt. Seit 14 Tagen quält sich die Truppe durch Provinztheater
und verstrickt sich immer tiefer in die im ersten Akt angedeuteten privaten Verflechtungen. Natürlich leidet darunter das einstudierte Stück. Im dritten Akt schließlich sind Schauspieler wie Bühnenbild völlig aus der Fassung. Die Querelen haben ihre Spuren hinterlassen. Das Schauspiel ist fahrig, Text wird vergessen und das Private mit auf die Bühne gebracht.





